Ein Video-Portrait von Murat Vural und seinem Projekt (ca. 3 Min.):
Murat Vural geht systematisch dagegen vor, dass Migrantenkinder im deutschen Bildungssystem überdurchschnittlich schlecht abschneiden und dadurch weniger gesellschaftliche und berufliche Perspektiven haben.
Seine Organisation IBFS zeigt Kindern mit der Hilfe von Migranten, die erfolgreich integriert sind, dass es möglich ist, in Deutschland etwas zu werden; sie befähigt Kinder, sich Ziele zu setzen (Abitur, Ausbildung), setzt Anreize und gibt schulische Hilfestellung für den Erfolg. Damit schafft Murat Vural in Schulen und in Migranten-Gemeinden einen Perspektivwandel hin zu Leistungsorientierung und Teilnahme am gesellschaftlichen Leben.
IBFS führt Migranten an das Leben in Deutschland heran, vermittelt zwischen ausländischen Eltern und Lehrern und sorgt für Verständigung über kulturelle und sozioökonomische Grenzen hinweg. IBFS hat seine Arbeit in Castrop-Rauxel aufgenommen und dehnt seine Initiative im Moment auf das gesamte Ruhrgebiet aus.
Murat Vural arbeitet daran, sein Modell auch deutschen Kindern aus bildungsfernen Schichten anzubieten.
Social Business wird ein Schwerpunktthema dieses Blogs werden. Auf verschiedenen Veranstaltungen bin ich in den letzten drei Jahren mehreren Social Entrepreneurs begegnet, deren Begeisterung und Engagement mich tief beeindruckt haben.
Sie alle waren Ashoka-Fellows.
Ashoka ist eine internationale Organisation, die gezielt nach Sozialunternehmern mit neuen und innovativen Ideen sucht und diese Menschen dann finanziell und mit Beratung dabei unterstützt ihre Idee umzusetzen.
Ashoka definiert es so:
Social Entrepreneurs sind Menschen, die sich mit unternehmerischem Engagement innovativ, pragmatisch und langfristig für einen bahnbrechenden gesellschaftlichen Wandel einsetzen. Sie sind einer der demokratischen Motoren der Gesellschaft. Sie wollen die gesellschaftlichen Strukturen im Sinne der Subsidiarität von unten („bottom-up“) verbessern.
Die Aufgabe eines Social Entrepreneurs ist es, gesellschaftliche Engpässe zu erkennen und Durchbrüche zu schaffen. Sie erkennen die Ursachen von Problemen und mögliche Lösungen, sie ändern das System, verbreiten neue Ansätze und spornen die Gesellschaft an, neue Wege zu gehen.
Der Autor David Bornstein hat ein spannendes Buch über die Entstehung von Ashoka geschrieben. Er hat viele Sozialunternehmer rund um die Welt besucht und beschreibt ausführlich ihre Projekte und Motivation.
Die Zivilgesellschaft als nicht staatlicher und nicht privatwirtschaftlicher Bereich gehört weltweit zu den am schnellsten wachsenden Sektoren. Steigende Pro-Kopf-Einkommen, sinkende Analphabetenquoten, die Verbreitung des Internets sowie größere demokratische Freiheiten tragen dazu bei, daß rund um den Globus immer mehr Bürger aktiv werden, mit dem Ziel, die Lebensverhältnisse für ihre Mitmenschen zu verbessern.