Category > Nachhaltigkeit & Entwicklung

Charta für nachhaltiges Wirtschaften

Ronald » 17 Februar 2009 » In Nachhaltigkeit & Entwicklung » No Comments

Der Bundesverband für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft (BWA) begrüßt das Ergebnis des Gipfeltreffens von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Spitzenvertretern von WTO, OECD, IWF, Weltbank und den Vereinten Nationen am 05. Februar in Berlin. Unter dem Arbeitsthema „Globale Lösung für die globale Krise“ hatten sich die Teilnehmer des Treffens auf eine Charta für nachhaltiges Wirtschaften geeinigt, die Merkel bereits auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos kurz zuvor angekündigt hatte.

Der BWA und die Global Marshall Plan Initiative argumentieren schon lange für ein besseres Global Governance System, das durch geeignete Verknüpfung der heute noch weitgehend unverbundenen globalen Regime in den Bereichen Wirtschaft (z. B. WTO und OECD), Finanzen (IWF, Weltbank) und Soziales und Umwelt (United Nations, insbesondere ILO) entstehen soll.

Gemeinsame Feststellung der Partner:

Charta für nachhaltiges Wirtschaften

  1. Wir wollen eine Charta für ein nachhaltiges Wirtschaften entwickeln. Alle Organisationen unterstützten den Plan von Frau Merkel für neue Regeln der Weltwirtschaft.
  2. Die Marktwirtschaft ist “Garant für wirtschaftliches Wachstum”. Sie braucht jedoch Regeln, die Marktexzesse verhindern und künftigen Krisen entgegenwirken. Staaten und internationale Organisationen könnten solche Regeln gemeinsam entwickeln. Bestehende Instrumente der OECD etwa zur Unternehmensführung, zur Bekämpfung von Korruption oder zur Zusammenarbeit in Steuerangelegenheiten sind heute schon von Nutzen. Die ILO trägt Elemente für Beschäftigung, sozialen Schutz und menschwürdige Arbeitsbedingungen bei.
  3. Wir werden unsere Zusammenarbeit zur Unterstützung einer stärkeren, sauberen und flexiblen Wirtschaft verstärken.
  4. Wir sind uns einig, dass die Abschwächung der wirtschaftlichen Entwicklung ein abgestimmtes Handeln der internationalen wirtschaftspolitischen Akteure erforderlich macht.
  5. Wir sind für ein offenes Welthandelssystem. Jede Art von Protektionismus muss verhindert werden. Trotz der gegenwärtigen Krise müssen alle Länder sicherstellen, dass ihre Konjunkturpakete nicht den Handel stören.
  6. Bei der Bewältigung der Weltwirtschaftskrise sind auch die Interessen der Entwicklungsländer zu berücksichtigen: “Wirtschaftswachstum kann ohne sie nicht auf Dauer generiert werden”.

An dem Treffen beteiligt waren Bundeskanzlerin Angela Merkel, OECD-Generalsekretär Angel Gurría, WTO-Generaldirektor Pascal Lamy, ILO-Generalsekretär Juan Somavia, der geschäftsführende Direktor des IWF Dominique Strauss-Kahn und Weltbank-Präsident Robert B. Zoellick.

Quelle: bwa-deutschland.de

Lesen Sie dazu auch “Merkel redet Klartext” und “Welt mit Zukunft”

Über den Bundesverband für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft e.V. (BWA)

Der BWA sieht sich als Partner der Politik, der sich im Unterschied zum klassischen Lobbying am Allgemeinwohl und nicht an Partikularinteressen orientiert. Gemäß seinem Leitprinzip „Wirtschaft – das sind wir alle“

Buch - Globalisierung gestalten

nehmen an der Meinungsbildung innerhalb des BWA erfolgreiche Persönlichkeiten aus der gesamten Gesellschaft teil. Mit diesem Ansatz will der BWA eine Brücke schlagen zwischen der Kompetenz seiner Mitglieder und dem Informationsbedarf der Politik.

Der BWA bekennt sich als erster Wirtschaftsverband zur Initiative für einen Weltvertrag (Planetary Contract) und für einen Global Marshall Plan, also für eine Verknüpfung von ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Dimensionen des Lebens auf globaler Ebene. Er tritt dabei insbesondere für die Durchsetzung der Millenniumentwicklungsziele der Vereinten Nationen ein.

Besondere Kompetenz hat sich der BWA im Bereich Außenwirtschaft erworben. In Partnerschaft mit der United Nations Conference on Trade and Development ist er offizieller Träger der Trade Point Federation in Deutschland, einer weltweiten Austauschplattform für Unternehmer.

Besuchen Sie den www.bwa-deutschland.de

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923 Millionen hungern

Ronald » 12 Februar 2009 » In Nachhaltigkeit & Entwicklung » No Comments

75 Millionen mehr Menschen hungern als noch in 2006

Der Hunger in der Welt hat dramatisch zugenommen:

2007 ist die Zahl der Menschen ohne ausreichende Nahrungsmittelversorgung im Vergleich zum Vorjahr um 75 Millionen auf 923 Millionen gestiegen, teilte die UN-Organisation für

Jean Ziegler auf 3sat

Landwirtschaft und Ernährung (FAO) im September 2008 mit.

Nun sei das Ziel der UN, die Zahl der Hungernden bis 2015 zu halbieren, in weite Ferne gerückt, hieß es. “Enorme und entschlossene globale Anstrengungen und konkrete Aktionen” seien nötig, um diese Ziele in den kommenden sieben Jahren doch noch in die Tat umzusetzen. “Die verheerenden Auswirkungen der hohen Lebensmittelpreise auf die Zahl hungernder Menschen verschlimmern den ohnehin schon Besorgnis erregenden Langzeittrend noch weiter”, sagte Hafez Ghanem von der FAO.

Zum Thema sprach 3sat.nano mit mit Jean Ziegler, ehemaliger UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung.

Sehen Sie das Interview in der 3sat.Mediathek (ca. 11 Min.)

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Millennium Entwicklungsziele

Ronald » 11 Februar 2009 » In Nachhaltigkeit & Entwicklung » 2 Comments

Millenniumkampagne

Eine Arbeitsgruppe aus Vertretern der UNO, der Weltbank, der OECD und mehreren NGOs erarbeitete im Jahr 2001 eine Liste von Zielen zur Umsetzung der Vorgaben der UN-Millenniumerklärung.

Diese acht Ziele für das Jahr 2015 wurden als Millennium-Entwicklungsziele (englisch Millennium Development Goals, MDGs) bekannt:

Ziel 1: Bekämpfung von extremer Armut und Hunger

Wann ist ein Mensch extrem arm? Wer die Armut bekämpfen will, muss wissen, wogegen er antritt. Die UNO definiert: Als extrem arm gilt, wer weniger als den Gegenwert eines US-Dollars pro Tag zum (Über-)Leben zur Verfügung hat.

Ziel 2: Primarschulbildung für alle

Bildung ist ein Schlüssel für eine gerechtere Welt. Wer Wissen hat, wer lesen, schreiben und rechnen kann, wer sich informieren kann, ist weniger auf andere angewiesen, weniger anfällig für Ausbeutung und kann Gelegenheiten nutzen, sich selbst aus der Armut zu befreien.

Ziel 3: Gleichstellung der Geschlechter / Stärkung der Rolle der Frauen

Für Frauen ist Bildung besonders wichtig. Denn Bildung macht selbstbewusst. Und selbstbewusste Frauen bilden leichter Netzwerke und begehren schneller gegen ungerechte Situationen auf.

Ziel 4: Senkung der Kindersterblichkeit

Tick, tack, tot. Tick, tack, tot. Tick, tack, tot: Alle drei Sekunden stirbt ein Kind. Die Todesursache ist oft eine vermeidbare Krankheit, die durch mangelhaften Impfschutz, verschmutztes Wasser oder unhygienische Lebensbedingungen hervorgerufen wird.

Ziel 5: Verbesserung der Gesundheitsversorgung der Mütter

In den Entwicklungsländern stirbt eine von 48 Frauen bei der Entbindung. Die schockierende Quote hängt auch damit zusammen, dass Frauen dort oft viel zu früh – etwa im Alter von 12 bis 14 Jahren – verheiratet werden.

Ziel 6: Bekämpfung von HIV/AIDS, Malaria und anderen schweren Krankheiten

Allein Malaria tötet in Subsahara-Afrika alle 30 Sekunden ein Kind. Nimmt man weitere Krankheiten hinzu, wird die Statistik noch schockierender.

Ziel 7: Ökologische Nachhaltigkeit

Im Kampf ums Überleben und beim Aufbau einer blühenden Wirtschaft ist die Umwelt scheinbar nur im Weg. Ein fataler Trugschluss.

Ziel 8: Aufbau einer globalen Partnerschaft für Entwicklung

Was ist Entwicklungshilfe: Milde Gabe, Schaffung neuer Absatzmärkte oder Mittel zur Armutsbekämpfung? Ziel 8 überträgt den Industrie- und Entwicklungsländern die gemeinsame Verantwortung für den „global deal“ der Armutsbekämpfung.

Werden Sie aktiv:

Alle Aktionen und das Netzwerk zur Kampagne: millenniumcampaign.de

Auf der Homepage der Kampagne finden Sie zu jedem Ziel auch ein Video.

Schicken Sie Ihrem Abgeordneten eine eCard

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Globalisierung als Chance

Ronald » 19 Januar 2009 » In Business Social, Laos, Nachhaltigkeit & Entwicklung » No Comments

DGRV - Genossenschaft in Laos

Der “Deutsche Genossenschafts- und Raiffeisenverband” (DGRV) in Bonn bemüht sich als Dachverband des genossenschaftlichen “Mutterlandes” mit dem Gedanken “Raiffeisens” in der Welt zu helfen.

Auch in Laos ist der DGRV aktiv und hat sogar sein Süd-Ost-Asien Büro dort in der Hauptstadt Vientiane eingerichtet.

Die Initiative ergreifen – Selbsthilfe fördern

Seit seiner Gründung im Jahr 1972 ist der DGRV in der Entwicklungszusammenarbeit tätig. Der Wissenstransfer von deutschen Genossenschaften in andere Länder und Regionen der Welt hat aber eine noch viel längere Tradition. Schon vor über 100 Jahren hat beispielsweise das damals aufstrebende Japan die Genossenschaftsidee und das Genossenschaftsgesetz aus Deutschland erfolgreich übernommen. Viele andere Länder der Welt sind diesem Beispiel gefolgt und haben an die eigenen Verhältnisse angepasste rechtliche Rahmenbedingungen für Genossenschaften geschaffen, um so die wirtschaftliche Entwicklung im eigenen Land voranzubringen.

Mit der Förderung der unternehmerisch ausgerichteten und genossenschaftlich organisierten Selbsthilfe trägt der DGRV zur Bekämpfung der weltweiten Armut, zur Sicherung des Friedens und zu einer gerechten Gestaltung der Globalisierung bei.

Quelle und mehr Infos: www.dgrv.de

PDF-Broschüre: “Globalisierung als Chance – Mit Genossenschaften die Zukunft gestalten” (ca. 3,2 MB)

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Stromanbieter jetzt wechseln

Ronald » 07 Januar 2009 » In Nachhaltigkeit & Entwicklung » No Comments

Buch - Klima retten und Geld sparen

Viele Stromanbieter haben Preiserhöhungen angekündigt und auch schon ohne diese Verteuerung kann man sparen - bei minimalstem Aufwand! Es gibt keinen Grund zu warten, der Wechsel des Stromanbieters ist denkbar einfach und in der Regel risikolos.

Beim neuen Anbieter sollte man auf kurze Vertragslaufzeiten und kurze Kündigungsfristen achten.

Auch eine möglichst lange Preisgarantie ist sinnvoll.

Hier sind rund 100 Euro Einsparung im Jahr möglich.

Genauer hinsehen sollte man, wenn mit Bonuszahlungen gelockt wird - die sind meist an Vertragstreue und andere Bedingungen gebunden.

Hier sind schnell nochmal 50 Euro extra drin.

Risiken bergen natürlich Angebote mit Kautionsforderungen und Vorkasse. Erwischt man hier einen fragwürdigen Anbieter, kann man Geld verlieren - darum muss man hier besonders kritisch prüfen.

Solche Angebote sind dafür besonders günstig.

Der Wechsel selber ist simpel - einfach einen Liefervertrag in Auftrag geben, um den Rest kümmert sich der neue Anbieter.

Tipps zum Wechseln geben die Verbraucherzentralen

Bester Tarifrechner laut Stiftung Warentest: verivox.de

Alternative Öko-Strom - meist nicht teurer

Atomausstieg selber machen

Wer in die Zukunft investieren will, sollte die Gelegenheit nutzen und jetzt auf Öko-Strom umsteigen - mehr als bisher zahlt man hier nicht unbedingt.

Allerdings gibt es hier viele Mogelpackungen die sich hübsch grün geben, letztlich aber kaum einen Cent in die nachhaltige Energieproduktion stecken.

Das Bündnis “Atomausstieg selber machen“, dem neben vielen anderen auch der BUND, Greenpeace, der NABU und der WWF angehören, empfiehlt nur vier wirklich unabhängige und grüne Stromanbieter:

Lichtblick, Greenpeace Energy, EWS und Naturstrom

Einen Tarifrechner für “echte” Öko-Stromer bieten die Verbraucherzentralen

Ich selber bekomme meinen Strom seit 2007 von Lichtblick.

Aber egal ob man sparen will oder nur die Welt verändern - man sollte nicht mehr zögern und wechseln!

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60.000.000 Blindgänger

Ronald » 06 Januar 2009 » In Laos, Nachhaltigkeit & Entwicklung » No Comments

Streubomben in Laos - © Handicap International

Anfang Dezember 2008 haben über 100 Staaten - darunter auch Deutschland - die Convention on Cluster Munitions in Oslo unterzeichnet und damit den Weg für das Verbot einer der inhumansten Waffensysteme überhaupt freigemacht. Der Einsatz von Streumunition hat weltweit schätzungsweise 100.000 Opfer gefordert.

Allein in Laos wurden während des Vietnamkrieges über 260.000.000 Streumunitionen eingesetzt. Die Menschen müssen noch heute mit den 60 Millionen Blindgängern leben und viele werden verletzt oder sogar getötet. Weite Landstriche sind wahre Minenfelder und behindern die landwirtschaftliche Nutzung.

Ein Film auf FAZ.net: Laos - Ein Land leidet noch immer unter Streubomben (ca. 2 Min.)

Ein weiterer Film von Handicap International

Teil 1: Streubomben - Krieg nach dem Krieg (ca. 6 Min.)

Teil 2: Streubomben - Krieg nach dem Krieg (ca. 6 Min.)

Bombenentschärfung in Laos: Zahlen, Fakten und Bilder

Der Oslo-Prozess: Dokumentation

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Welt mit Zukunft

Ronald » 05 Januar 2009 » In Gesellschaft & Politik, Nachhaltigkeit & Entwicklung » 2 Comments

Buch - Welt mit Zukunft

Alle Welt spricht heute von der Krise. Spannender ist aber doch eigentlich die Frage, welche Chance sich daraus ergibt und ob wir sie jetzt konsequent nutzen. Dabei haben wir schon lange kein Erkenntnisproblem mehr, allein am Willen zur Umsetzung mangelt es uns teils gewaltig. In seinem Buch “Welt mit Zukunft” zeigt Prof. Franz-Josef Radermacher auf 223 Seiten wie der zu beschreitende Weg aussehen könnte und warum wir einen Global Marshall Plan brauchen.

Der Global Marshall Plan hat als Ziel eine „Welt in Balance“.

Dies erfordert eine bessere Gestaltung der Globalisierung und der weltökonomischen Prozesse: eine weltweite Ökosoziale Marktwirtschaft. Es geht um einen besseren weltweiten Ordnungsrahmen, eine nachhaltige Entwicklung, die Überwindung der Armut, den Schutz der Umwelt, Gerechtigkeit und in der Folge ein neues Weltwirtschaftswunder.

Der Global Marshall Plan umfasst insbesondere die folgenden fünf Kernziele:

  • Durchsetzung der weltweit vereinbarten Millenniumsziele der Vereinten Nationen bis zum Jahr 2015
  • Aufbringung der zur Erreichung der Millenniumsziele zusätzlich erforderlichen 100 Mrd. US$ jährlich zur Förderung weltweiter Entwicklung
  • Faire und wettbewerbsneutrale Aufbringung der benötigten Mittel auch über Belastung globaler Transaktionen
  • Schrittweise Realisierung einer weltweiten Ökosozialen Marktwirtschaft durch Etablierung eines besseren Ordnungsrahmens der Weltökonomie (Global Governance) z. B. über eine Verknüpfung etablierter Regelwerke und vereinbarter Standards für Wirtschaft, Umwelt und Soziales (WTO, UNEP und ILO-Kernstandards)
  • Neuartige Formen basisorientierter Mittelverwendung bei gleichzeitiger Bekämpfung von Korruption

Das Buch im Global Marshall Plan Shop: Welt mit Zukunft - Überleben im 21. Jahrhundert

Zwei Vorträge von Prof. Dr. Dr. Radermacher im Video:

“Die Klimafrage im Kontext von Global Governance” (ca. 35 Min.)

“Verantwortung in Zeiten der Globalisierung” (ca. 45 Min.)

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