Archive > August 2009

Wirtschaftskrise? Tempel eröffnen!

Ronald » 30 August 2009 » In Business Global » 2 Comments

Manchmal wird behauptet, dass Apple kein Computerkonzern sei sondern eine Religion.

Wenn das so ist, sollten sich krisengebeutelte Firmen mal überlegen ob ein wenig mehr Religiösität bei der Gestaltung ihrer Produkte nicht doch empfehlenswert wäre.

So sieht es nämlich aus, wenn Apple einen neuen Tempel Store eröffnet:

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Gedanken zum Ende - Woche 35

Ronald » 29 August 2009 » In Gedanken zum Ende » No Comments

Religion ist,
Jürgen Becker - Ja, was glauben Sie denn?


wenn man
trotzdem stirbt.
.

Jürgen Becker, Kabarettist

www.juergen-becker-kabarettist.de

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Bundestagswahl 2009

Ronald » 22 August 2009 » In Gesellschaft & Politik » No Comments

Deutscher Bundestag - Stephan Erfurt

Der unrühmliche Abgang von Gas-Gerd ist nun tatsächlich schon wieder 4 Jahre her. Kann sich eigentlich noch jemand dran erinnern, dass Schröder damals die vorgezogenen Neuwahlen selber erzwungen hat? Und warum hatte er das noch gleich getan?

Bei dieser unverhofften Wahl im Jahre 2005 konnten sich die deutschen Bürger jedenfalls nicht so recht entscheiden und gaben der Politik einen ausgesprochen unklaren Auftrag, der uns die bekannte große Koalition bescherte.

Die Wahlprognosen waren damals eigentlich glasklar - fette Mehrheit für Schwarz-Gelb, allein der Wähler hielt sich nicht daran.

Für den 27. September 2009 sehen wir nun wieder ähnliches. Die Wahrsager/Demoskopen malen Schwarz-Gelb an die Wand.

Das fundamentale Scheitern der neoliberalen Wirtschaftsideologie disqualifiziert aber eigentlich den gelben Teil dieser Koalitions-Option nachhaltig. Angesichts der vielbeschworenen “Krise” nun ausgerechnet die liberalen Böcke zu Bundesgärtnern zu machen, find ich schwer erträglich.

Mir persönlich wäre ja Schwarz-Grün am sympathischsten, womit ich aber eine (noch) eher unpopuläre Wahl getroffen habe. Obwohl z.B. Franz Alt diese Option auch heute schon für möglich hält und Heiner Geißler sich eine solche Koalition sogar wünschen würde.

Doch den Auftrag erteilt am Ende der Souverän, soweit er sich denn entscheidet und sein Wahlrecht auch wahrnimmt.

Hilfe bei der Wahlentscheidung wird dem Bürger im Internet geboten:

abgeordnetenwatch.de

Auf der Homepage kann man anhand der Postleitzahl die Kandidaten im eigenen Wahlkreis aufrufen und öffentlich Fragen an sie richten. Die Übermittlung der Frage an den Adressaten gehört zum Service der Seite und da sich unbeantwortete Fragen nicht gut machen, reagieren die meisten Politiker sogar relativ zügig und antworten tatsächlich.

Wer sich nicht traut, selber ein Frage zu stellen, findet hier zumeist schon einige Antworten und damit etwas Orientierung.

Auch auf Twitter ist die Seite seit kurzem präsent: twitter.com/a_watch

Entstanden ist das Angebot aus einer ehrenamtlichen Initiative in Hamburg. Heute ist abgeordnetenwatch.de ein unabhängiges Sozialunternehmen und wird von Ashoka gefördert, die ich hier im Blog auch schonmal vorgestellt habe.

ZDFparlameter

Ist der Kandidat bereits im aktuellen Parlament vertreten, kann man beim ZDFparlameter nachschauen, wie er einen denn so vertreten hat. Einfach rechts in der Abgeordnetenliste den Namen raussuchen, auf mehr Informationen klicken und unter dem Bild dann auf “Abstimmverhalten”.

Wahl-O-Mat

Ab dem 04. September ist auch der Wahl-O-Mat wieder online. Hier kann man mit Hilfe eines Fragenkataloges herausfinden, mit welchem Wahlprogramm man mit seiner eigenen Meinung am ehesten übereinstimmt. Allerdings hat die Auswahl der Maschine bei mir nie so recht passen wollen… naja.

Tagcloud “Wahlprogramme”

Nicht unbedingt hilfreich, dafür aber hübsch anzusehen, ist die Darstellung der Wahlprogramme als Tagcloud. Dazu wurde die Worthäufigkeit in den PDF-Versionen der Programme ausgewertet.

Wenn alles nichts hilft…

Bevor man seine Stimme komplett verschwendet und gar nicht wählen geht, könnte man sie ja z.B. der Piratenpartei geben.

Ein interessantes Interview mit dem Vorsitzenden gibts bei cczwei.de

Auf jeden Fall wäre das immer noch besser, als den legitimen Willen zum Protest bei den radikalen linken und rechten oder marktradikalen Parteien zu platzieren.

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Der reine Kapitalismus ist krank

Ronald » 18 August 2009 » In Business Social, Gesellschaft & Politik » No Comments

Heiner Geissler - Ou Topos

Nun ist das folgende ZDF-Interview mit Heiner Geißler zwar schon ein Jahr alt, dennoch bleibt es hochaktuell und eigentlich müssten wir im laufenden Wahlkampf über solche Themen diskutieren - anstatt über Ullas Urlaub.

heute.de: Ist die Globalisierung alternativloser Sachzwang oder ist sie von Politikern gemacht und damit auch veränderbar?

Geißler: Die Globalisierung an sich ist natürlich nicht mehr rückgängig zu machen. Und natürlich sitzt die Wirtschaft, weil sie global agiert, da am längeren Hebel. Deswegen wird es notwendig, dass die Politik sich internationalisiert und damit wieder mit der Ökonomie auf eine Augenhöhe kommt. Das Ziel muss ein geordneter Markt sein, nicht die Abschaffung des Marktes. Die Globalisierung darf nicht über Leichen gehen und die wirtschaftliche Existenz von Millionen von Menschen vernichten.

heute.de: Was könnte Ihrer Meinung nach geändert werden?

Geißler: Das derzeitige System muss ersetzt werden durch eine internationale, öko-soziale Marktwirtschaft - verbunden mit einem Global Marshall-Plan, wie das zum Beispiel der Club of Budapest gefordert hat. Entscheidend wäre außerdem eine internationale Börsenumsatzsteuer.

heute.de: …die so genannte Tobin-Steuer…

Geißler: …um mit diesem frei werdenden Geld den Entwicklungsländern zu helfen. Bei 0,02 Prozent Tobin-Steuer bei einem börsentäglichen Umsatz von zwei Billionen würden 500 Milliarden Euro frei. Damit könnten wir die gesamten Infrastrukturprobleme in Afrika und Südostasien lösen. Dann bräuchten wir unser Geld nicht mehr so stark in klassische Entwicklungshilfe stecken, sondern könnten mehr in Bildung investieren. Außerdem müsste eine internationale Börsen- und Bankenaufsicht eingeführt, die Steueroasen geschlossen und die Weltinstitutionen IWF, WTO und Weltbank demokratisiert werden.

Lesen Sie das ganze Interview: heute.de politik

Aktuelles Video-Interview

Interessant und ganz aktuell (August 2009) ist das folgende Video-Interview mit Heiner Geißler für die ZEIT ONLINE-Community (3:52 Minuten).

Er wünscht sich nach der Bundestagswahl eine schwarz-grüne Koalition und ist skeptisch gegenüber jungen Betriebswirtschaftlern in der Politik. Da bin ich ganz bei ihm.

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Gedanken zum Ende - Woche 33

Ronald » 16 August 2009 » In Gedanken zum Ende » No Comments

Besser
Peter Hein - Geht so


schlecht erinnert
als
falsch erguggelt.
.

Peter Hein, Musiker

www.fehlfarben.com

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Goldsworthy - meine instant Meditation…

Ronald » 16 August 2009 » In Kunst & Kultur, Natur & Technik » No Comments

Andy Goldsworthy - Stone River

Wenn ich mal eine Auszeit brauche lege ich gerne die wunderbare Doku-DVD “Rivers and Tides” ein und gebe mich der Tiefenentspannung hin, die mir die Kunst von Andy Goldsworthy verschafft.

Ich hab auch zwei wunderbare Bildbände von Goldsworthy, aber viel faszinierender noch als das Ergebnis ist doch der Weg dahin!

Goldsworthy sagt selber:
“Meine Skulptur kann tagelang oder auch nur für ein paar Sekunden existieren - wichtig ist für mich alleine das Erlebnis des Schaffens selbst.”

Wikipedia: Andy Goldsworthy

Ich bin dankbar für die Entdeckung seiner fantastischen Welt.

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PrivacyDongle – anonym im Netz surfen

Ronald » 11 August 2009 » In Gesellschaft & Politik, Natur & Technik » No Comments

Gegen die behördliche Aufzeichnungswut im Netz gibt es ein Mittel, das PrivacyDongle.

FoeBuD e.V. - PrivacyDongle

Es ist zwar nicht immer alltagstauglich, in der ein oder anderen Situation aber durchaus hilfreich und zeitweises anonymes surfen finde ich schlicht aus Prinzip ausgesprochen zufriedenstellend.

Beim PrivacyDongle handelt es sich um einen handelsüblichen USB-Stick, für den man beim “Verein zur Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs e.V.” (auch als FoeBuD bekannt) ein fertig konfiguriertes Software-Paket bereit hält.

Für die Anonymität im Internet sorgt hier das Tor-Netzwerk.

Das Paket beinhaltet als Browser den Firefox 3 mit den notwendigen Tor-Erweiterungen, CS Lite, RefControl, Adblock Plus, CustomizeGoogle sowie Erweiterungen und Hilfetexte in deutsch, englisch und französisch inclusive Addon für die Sprachumschaltung. Es wird zudem laufend gepflegt und weiterentwickelt.

Die Software läuft auf Mac, Windows und diversen Linux-Versionen, kann dabei plattformübergreifend von Rechner zu Rechner getragen werden und ist recht simpel zu handhaben.

Projektseite und Download: www.foebud.org

FoeBuD e.V. - Button Zensursula

Wer es bequem mag und/oder den Verein unterstützen möchte, kann alternativ ein “orginal” PrivacyDongle kaufen.

Der FoeBuD e.V. unterhält einen auch sonst sehr interessanten Shop, wo man allerlei lustige Aufkleber, Buttons und Gadgets rund um das Thema Datenschutz finden kann.

Stöbern sehr empfehlenswert!

PrivacyDongle und vieles mehr im FoeBuD-Shop (Unterstützungsbedarf)

Bekannt geworden ist der FoeBuD e.V. durch seinen alljährlichen BigBrotherAward

Recht lohnenswerte cczwei-Interviews mit FoeBuD-Aktivist “padeluun” auf der Cebit 2009 (Wahlmaschinen und RFID) und Cebit 2008 (Onlinedurchsuchungen - ab Minute 9).

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Killerpilz Kernkeule

Ronald » 10 August 2009 » In Natur & Technik » No Comments

Nicht nur Schleimpilze sind possierliche kleine Gesellen, auch die Kernkeule ist ein faszinierendes Geschöpf… oder nicht?

Gibts auch in “16:9″ auf video.google.de

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Google StreetView Widerspruch

Ronald » 07 August 2009 » In Gesellschaft & Politik » No Comments

Nachdem gestern wieder mal Google StreetView durch die Medien geisterte, musste ich gleich nochmal nachsehen - aber ich hab es doch im Juni schon ausprobiert.

Der Widerspruch bei StreetView ist recht unkompliziert möglich.

Man schickt einfach eine Mail an streetview-deutschland@google.com und widerspricht der Darstellung des eigenen Hauses unter Angabe der entsprechenden Adresse.

Kurze Zeit später erhält man eine Bestätigung incl. Vorgangsnummer:

Sehr geehrte Dame,
sehr geehrter Herr!

Wir bestätigen den Eingang Ihres Widerspruches in Bezug auf Google Maps StreetView.

Google ist im Moment dabei, Bilder für StreetView in Deutschland aufzunehmen; bisher wurden diese Bilder jedoch noch nicht veröffentlicht. Wenn Sie mehr Informationen über StreetView erhalten möchten, besuchen Sie bitte die Internetadresse http://maps.google.de/intl/de/help/maps/streetview/. Dort informieren wir Sie unter anderem über die von uns eingesetzten Maßnahmen zum Schutz Ihrer Persönlichkeitsrechte (wie z.B. die automatische Unkenntlichmachung von Gesichtern und Nummernschildern) sowie die faszinierenden Möglichkeiten, wie Sie und andere Nutzer in Ihrem täglichen Leben von dem Dienst profitieren können.

Wir entwickeln derzeit Mittel, welche es Ihnen vor der Veröffentlichung von StreetView-Bildern aus Deutschland ermöglichen werden, Google noch genauer über den Gegenstand Ihres Widerspruchs zu unterrichten. Dies betrifft insbesondere Mittel, mit denen Sie uns helfen können, das Gebäude oder Grundstück, auf welches sich Ihr Widerspruch bezieht, verlässlicher zu identifizieren. Wir werden uns diesbezüglich so bald wie möglich erneut mit Ihnen in Verbindung setzen. Bis dahin bedanken wir uns herzlich für Ihre Geduld.

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr Google Maps Team
Google Inc.
1600 Amphitheatre Parkway,
Mountain View, CA 94043, USA

Ich bin wirklich mal gespannt, wie diese Mittel zur Identifikation am Ende aussehen werden.

Linksammlung zum Thema: Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein

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Dr. Siri sieht Gespenster

Ronald » 05 August 2009 » In Kunst & Kultur, Laos » No Comments

Cover - Dr. Siri sieht Gespenster


Der zweite Teil der Krimi-Reihe über den sympathischen laotischen Leichenbeschauer.

Colin Cotterill erzählt wieder eine schöne Geschichte rund um Dr. Siri und seine Gehilfen im Laos der 70er Jahre.

Aus dem Klappentext:

Für Dr. Siri, den einzigen Leichenbeschauer von ganz Laos, bringt der Frühling in Laos nicht nur große Hitze, sondern auch seltsame Todesfälle: Ein Bär ist aus dem Käfig eines Nobelhotels entwischt und scheint nun die Straßen von Vientiane unsicher zu machen. Denn wer oder was sonst sollte die Obstverkäuferin getötet haben, die offenbar von einer mit Klauen und Zähnen bewehrten Kreatur zerfleischt wurde? Und sie bleibt nicht das einzige Opfer. Bald werden weitere Frauen mit ähnlichen Wunden aufgefunden und zu Dr. Siri gebracht. Gleichzeitig geben ihm zwei tote Männer Rätsel auf, die auf einem vollständig verbeulten Fahrrad mitten in der Hauptstadt gefunden wurden. Mit Hilfe seiner beiden Angestellten - des unter einem leichten Down-Syndrom leidenden Mr. Geung und der zupackenden Krankenschwester Dtui - untersucht Siri die Todesfälle. Dabei bekommt er es mit einem abgesetzten König, einer Truppe russischer Zirkusartisten inklusive Dompteur und ein paar Holzpuppen mit einer riesigen Wut im Bauch zu tun.

Echte Krimifreunde seien aber gewarnt! In diesem Buch spielt der Geist eines tausend Jahre alten Schamanen, den Dr. Siri beherbergt, eine große Rolle und er ist in vielfältiger Weise mit der laotischen Geisterwelt verbunden.

Geister spielen im Leben der Menschen in Laos tatsächlich eine nicht unwesentliche Rolle und so bieten diese Bücher neben der Spannung auch einen interessanten Zugang in die mythische Gedankenwelt der Laoten.

Ein Nachteil des ersten Bandes bleibt erhalten: Man ist schrecklich schnell durch mit diesen Büchern und will mehr.

Daher habe ich mir umgehend auch Folge 3 und 4 bestellt, die es bisher nur in Englisch gibt.
Dank der Sprachbarriere brauchte ich fast doppelt so lange zum Lesen, hatte also viel mehr Lesespaß! Es lohnt sich also.

Cover - Disco for the Departed

Cover - Anarchy and Old Dogs

Lesen Sie auch den ersten Band der Reihe: Dr. Siri und seine Toten

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