Gedanken zum Ende - Woche 8
“Weil wir
nur glauben,
was wir sehen,
glauben wir alles,
seit es das Fernsehen gibt.”
Der Bundesverband für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft (BWA) begrüßt das Ergebnis des Gipfeltreffens von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Spitzenvertretern von WTO, OECD, IWF, Weltbank und den Vereinten Nationen am 05. Februar in Berlin. Unter dem Arbeitsthema „Globale Lösung für die globale Krise“ hatten sich die Teilnehmer des Treffens auf eine Charta für nachhaltiges Wirtschaften geeinigt, die Merkel bereits auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos kurz zuvor angekündigt hatte.
Der BWA und die Global Marshall Plan Initiative argumentieren schon lange für ein besseres Global Governance System, das durch geeignete Verknüpfung der heute noch weitgehend unverbundenen globalen Regime in den Bereichen Wirtschaft (z. B. WTO und OECD), Finanzen (IWF, Weltbank) und Soziales und Umwelt (United Nations, insbesondere ILO) entstehen soll.
Gemeinsame Feststellung der Partner:
Charta für nachhaltiges Wirtschaften
An dem Treffen beteiligt waren Bundeskanzlerin Angela Merkel, OECD-Generalsekretär Angel Gurría, WTO-Generaldirektor Pascal Lamy, ILO-Generalsekretär Juan Somavia, der geschäftsführende Direktor des IWF Dominique Strauss-Kahn und Weltbank-Präsident Robert B. Zoellick.
Quelle: bwa-deutschland.de
Lesen Sie dazu auch “Merkel redet Klartext” und “Welt mit Zukunft”
Über den Bundesverband für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft e.V. (BWA)
Der BWA sieht sich als Partner der Politik, der sich im Unterschied zum klassischen Lobbying am Allgemeinwohl und nicht an Partikularinteressen orientiert. Gemäß seinem Leitprinzip „Wirtschaft – das sind wir alle“
nehmen an der Meinungsbildung innerhalb des BWA erfolgreiche Persönlichkeiten aus der gesamten Gesellschaft teil. Mit diesem Ansatz will der BWA eine Brücke schlagen zwischen der Kompetenz seiner Mitglieder und dem Informationsbedarf der Politik.
Der BWA bekennt sich als erster Wirtschaftsverband zur Initiative für einen Weltvertrag (Planetary Contract) und für einen Global Marshall Plan, also für eine Verknüpfung von ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Dimensionen des Lebens auf globaler Ebene. Er tritt dabei insbesondere für die Durchsetzung der Millenniumentwicklungsziele der Vereinten Nationen ein.
Besondere Kompetenz hat sich der BWA im Bereich Außenwirtschaft erworben. In Partnerschaft mit der United Nations Conference on Trade and Development ist er offizieller Träger der Trade Point Federation in Deutschland, einer weltweiten Austauschplattform für Unternehmer.
Besuchen Sie den www.bwa-deutschland.de
Sie essen gerne Viktoria-Barsch? Vielleicht nicht mehr lange.
Irgendwann in den sechziger Jahren wurden in den Viktoria See in Ostafrika eine fremde Fischart eingesetzt - es war ein kleines wissenschaftliches
Experiment. Der Nil Barsch, ein hungriges Raubtier, hat es innerhalb von drei Jahrzehnten geschafft, fast den gesamten Bestand der ehemals 400 Fisharten auszurotten. Mit dem Effekt, dass es derzeit so einen Überfluss dieses fetten Fisches gibt, dass seine Filets in die ganze Welt exportiert werden.
An den Ufern des größten tropischen Sees der Welt landen jeden Abend riesige Frachtflugzeuge, um am nächsten Morgen wieder in die Industrieländer des Nordens zu starten, beladen mit hunderten Tonnen frischer Fischfilets. In Richtung Süden jedoch ist eine andere Ladung an Bord: Waffen. Für die unzählbaren Kriege im dunklen Herzen des Kontinents.
Dieser florierende globale Handel von Kriegsmaterial und Lebensmitteln hat an den Ufern des größten tropischen Sees der Welt eine seltsame Stimmung und Menschenmischung erzeugt, welche die “Darsteller” dieses Films repräsentieren: einheimische Fischer, Agenten der Weltbank, heimatlose Straßenkinder, afrikanische Minister, EU-Kommissare, tansanische Prostituierte, russische Piloten…
Sehen Sie den Film auf video.google.de
Interview mit dem Regiesseur auf arte.tv
Homepage: www.darwinsnightmare.com
Das heißt, ein Kind,
das heute an Hunger stirbt,
wird ermordet.”
Zur Person: de.wikipedia.org
75 Millionen mehr Menschen hungern als noch in 2006
Der Hunger in der Welt hat dramatisch zugenommen:
2007 ist die Zahl der Menschen ohne ausreichende Nahrungsmittelversorgung im Vergleich zum Vorjahr um 75 Millionen auf 923 Millionen gestiegen, teilte die UN-Organisation für
Landwirtschaft und Ernährung (FAO) im September 2008 mit.
Nun sei das Ziel der UN, die Zahl der Hungernden bis 2015 zu halbieren, in weite Ferne gerückt, hieß es. “Enorme und entschlossene globale Anstrengungen und konkrete Aktionen” seien nötig, um diese Ziele in den kommenden sieben Jahren doch noch in die Tat umzusetzen. “Die verheerenden Auswirkungen der hohen Lebensmittelpreise auf die Zahl hungernder Menschen verschlimmern den ohnehin schon Besorgnis erregenden Langzeittrend noch weiter”, sagte Hafez Ghanem von der FAO.
Zum Thema sprach 3sat.nano mit mit Jean Ziegler, ehemaliger UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung.
Sehen Sie das Interview in der 3sat.Mediathek (ca. 11 Min.)
Diese acht Ziele für das Jahr 2015 wurden als Millennium-Entwicklungsziele (englisch Millennium Development Goals, MDGs) bekannt:
Wann ist ein Mensch extrem arm? Wer die Armut bekämpfen will, muss wissen, wogegen er antritt. Die UNO definiert: Als extrem arm gilt, wer weniger als den Gegenwert eines US-Dollars pro Tag zum (Über-)Leben zur Verfügung hat.
Bildung ist ein Schlüssel für eine gerechtere Welt. Wer Wissen hat, wer lesen, schreiben und rechnen kann, wer sich informieren kann, ist weniger auf andere angewiesen, weniger anfällig für Ausbeutung und kann Gelegenheiten nutzen, sich selbst aus der Armut zu befreien.
Für Frauen ist Bildung besonders wichtig. Denn Bildung macht selbstbewusst. Und selbstbewusste Frauen bilden leichter Netzwerke und begehren schneller gegen ungerechte Situationen auf.
Tick, tack, tot. Tick, tack, tot. Tick, tack, tot: Alle drei Sekunden stirbt ein Kind. Die Todesursache ist oft eine vermeidbare Krankheit, die durch mangelhaften Impfschutz, verschmutztes Wasser oder unhygienische Lebensbedingungen hervorgerufen wird.
In den Entwicklungsländern stirbt eine von 48 Frauen bei der Entbindung. Die schockierende Quote hängt auch damit zusammen, dass Frauen dort oft viel zu früh – etwa im Alter von 12 bis 14 Jahren – verheiratet werden.
Allein Malaria tötet in Subsahara-Afrika alle 30 Sekunden ein Kind. Nimmt man weitere Krankheiten hinzu, wird die Statistik noch schockierender.
Im Kampf ums Überleben und beim Aufbau einer blühenden Wirtschaft ist die Umwelt scheinbar nur im Weg. Ein fataler Trugschluss.
Was ist Entwicklungshilfe: Milde Gabe, Schaffung neuer Absatzmärkte oder Mittel zur Armutsbekämpfung? Ziel 8 überträgt den Industrie- und Entwicklungsländern die gemeinsame Verantwortung für den „global deal“ der Armutsbekämpfung.
Alle Aktionen und das Netzwerk zur Kampagne: millenniumcampaign.de
Auf der Homepage der Kampagne finden Sie zu jedem Ziel auch ein Video.
Schicken Sie Ihrem Abgeordneten eine eCard
Er benutzte es nie.”
Zur Person: de.wikipedia.org
Schöne Sammlung: Sämtliche unfrisierte Gedanken
Der Verein LobbyControl klärt auf über Lobbying, PR-Kampagnen und Denkfabriken.
Lobbyisten arbeiten in Ministerien mit, Arbeitgeberkampagnen wie die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft geben sich als bürgernahe Reformbewegungen, Abgeordnete bekommen dubiose Nebeneinkünfte – navigieren Sie mit LobbyControl durch die Grauzonen der Politik!
LobbyControl ist ein gemeinnütziger Verein, der über Machtstrukturen und Einflussstrategien in Deutschland und der EU aufklären will.
Er will Impulse liefern für Transparenz, eine demokratische Kontrolle und klare Schranken der Einflussnahme auf Politik und Öffentlichkeit.
Arbeitsweise
LobbyControl kombiniert aktuelle Recherchen, wissenschaftliche Hintergrundanalysen und Kampagnenarbeit. Man berichtet über Denkfabriken, wirtschaftsnahe Kampagnen und Verzerrungen in den Medien, über Netzwerke und koordiniertes Lobbying hinter den Kulissen.
Diese Recherchen und Informationen dienen dazu, Einflussnahmen offen zu legen und den Bürgern zu helfen, sie zu erkennen und ihren eigenen Positionen Gehör zu verschaffen. In Kampagnen greift LobbyControl exemplarisch herausragende Zusammenhänge und Missstände auf, um diese direkt zu beenden oder neue Schutzvorkehrungen gegen einseitige Einflussnahme durchzusetzen (z.B. striktere Regeln für Nebeneinkünfte von Abgeordneten oder Registrierungs- und Berichtspflichten für Lobbyisten).
Zur Homepage: www.lobbycontrol.de
Whistleblower [*] sind Menschen die illegales Handeln, Missstände oder Gefahren für Mensch und Umwelt nicht länger schweigend hinnehmen, sondern aufdecken. Sie tun dies intern innerhalb ihres Betriebes, ihrer Dienststelle oder Organisation oder auch extern gegenüber den zuständigen Behörden, Dritten oder auch der Presse.
Die Whistleblowerin oder der Whistleblower hat die Zivilcourage, Missstände aufzuzeigen und handelt vor allem aus Pflichtbewusstsein aus selbstlosen, ethischen, religiösen oder Gewissensgründen.
Von denjenigen die Missstände decken oder einfach nur ihre Ruhe haben wollen, müssen sich Whistleblower oft anhören, sie seien Nestbeschmutzer oder Anschwärtzer und handelten aus persönlichem Vorteil, Renommiersucht oder Illoyalität gegenüber Arbeitgeber und Kollegen.
Der Begriff und das dahinter stehende Phänomen sind in den USA und Großbritannien seit langem bekannt und dort gibt es auch Organisationen und Gesetze die Whistleblower unterstützen und schützen. In Deutschland nimmt das Bewusstsein um die Bedeutung von Whistleblowing und Zivilcourage für eine transparente, nachhaltige und auf ethischen Werten basierende Wirtschaft und Zivilgesellschaft in einem demokratischen Staat zu.
Bei uns sind Whistleblower aber zumeist immer noch auf sich alleine gestellt. Oft erfahren sie weder persönliche Unterstützung noch gesellschaftliche Anerkennung. Wer den Mund aufmacht riskiert Ausgrenzung und Mobbing durch Vorgesetzte und Kollegen und mangels klarer und umsetzbarer rechtlicher Regeln oft auch die berufliche Existenz.
Das will der Verein Whistleblower-Netzwerk e.V. ändern. Nicht nur mit klassischer Lobbyarbeit - der Verein bietet potentiellen Whistleblowern auch konkrete Hilfe an.
Lesen Sie die 10 Thesen zu Whistleblowing
Interessant ist auch der Blog des Vereins: www.whistleblower-netzwerk.de/blog
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[*] Der Begriff ‘”Whistleblower” stammt aus dem angelsächsischen und kommt von “whistleblowing”: die [Alarm-]Pfeife blasen, sinngemäß Alarm schlagen. Der Verein verwendet den englischen Begriff, da dieser im Gegensatz zu verschiedenen holprigen oder negativ besetzten Übersetzungsversuchen, dort mittlerweile positiv besetzt ist, was das Whistleblower-Netzwerk e.V. auch im deutschen Sprachraum erreichen will.