Archive > Januar 2009

Merkel redet Klartext

Ronald » 31 Januar 2009 » In Business Global » 1 Comment

Nachdem Angela Merkel schon in Ihrer Eröffnungsrede beim Weltwirtschaftsforum in Davos von 2007 und im gleichen Jahr beim G8-Gipfel in Heiligendamm globale Strukturen für die Weltwirtschaft angemahnt hat, redet sie auch 2009 in Davos wieder Klartext - deutlicher denn je und unter Androhung konkreter Taten…

Die Kanzlerin erneuerte auf dem Forum mit Politikern und Wirtschaftsführern aus aller Welt ihre Vorschläge für eine “Charta für nachhaltiges Wirtschaften” und einen Weltwirtschaftsrat. Neben der Regulierung der Finanzmärkte und eines freien Welthandels dürften auch der Klimaschutz und die Bekämpfung der Armut nicht aus dem Blick geraten.

Quelle: de.reuters.com

“Wir haben keine globale Architektur, die ausreichend funktioniert”, sagte die Kanzlerin unter Hinweis auf das gefährliche Ausufern der Finanzmärkte. “Alle Prinzipien müssen verbindlich festgelegt werden.” Vielleicht könne dies schon beim Treffen der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) im April in London geschehen.

Die soziale Marktwirtschaft, die Deutschland nach dem Krieg Wohlstand gebracht habe, sei der dritte Weg zwischen Kapitalismus und Staatswirtschaft. “Der Staat ist der Hüter der sozialen Ordnung, aber Wettbewerb braucht Augenmaß und soziale Verantwortung”, sagte die Kanzlerin. “Die Freiheit des Einzelnen muss begrenzt werden, wenn sie dem anderen die Freiheiten nimmt.” Die Welt brauche jetzt ein stabiles und internationales Finanzsystem mit globaler Verantwortung.

Quelle: newsticker.welt.de

Wie bereits zuvor schlug sie vor, zur Kontrolle einen Weltwirtschaftsrat bei den Vereinten Nationen einzurichten. Bereits in der kommenden Woche wolle sie unter anderem Vertreter des Internationalen Währungsfonds, der OECD und der Internationalen Arbeitsagentur nach Berlin einladen, um über ihre Vorschläge zu diskutieren.

Quelle: ftd.de

Sehen Sie die Rede auf weforum.org (ab Minute 11:30 wird es richtig interessant!)

Lesen Sie hierzu auch Obamas schwarze Liste und vor allem Welt mit Zukunft.

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Gedanken zum Ende - Woche 5

Ronald » 30 Januar 2009 » In Gedanken zum Ende » No Comments

Buch - Victor Hugo


“Der Geist wird reich durch das,
was er empfängt,

das Herz durch das,
was es gibt.”

Victor Hugo (Schriftsteller)

de.wikipedia.org

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Helpedia - Einfach helfen

Ronald » 28 Januar 2009 » In Business Social » 1 Comment

Über 150.000 gemeinnützige Organisationen und mehr als 20 Millionen ehrenamtlich tätige Menschen sind derzeit in Deutschland aktiv. Doch wer engagiert sich eigentlich in meiner Stadt? Wofür setzen sich meine sozial engagierten Nachbarn ein? Und wie kann ich diese Menschen unterstützen?

Antworten auf diese Fragen findet man auf der Internetplattform Helpedia.org - ohne zeitaufwändiges Recherchieren und vollkommen kostenlos.

Das Helpedia Team

Im Mittelpunkt steht ein Web 2.0 basiertes Verzeichnis gemeinnütziger Organisationen. Diese können sich auf Helpedia mit eigenem Profil präsentieren, über ihre Arbeit berichten und um (Sach-)Spenden werben. Im Rahmen der Engagementbörse kann außerdem gezielt auf die Möglichkeit der (ehrenamtlichen) Mitarbeit aufmerksam gemacht, sowie nach PraktikantInnen oder Zivildienstleistenden gesucht werden.

Zusätzliche Funktionen sind ein speziell auf den Sektor zugeschnittener Veranstaltungskalender, sowie verschiedene weitere Möglichkeiten sich zu informieren und mit Gleichgesinnten auszutauschen.

Sebastian Schwiecker (Bild, hinten rechts), Initiator von Helpedia, beschreibt die Grundidee der Internetplattform folgendermaßen:

„Wir wollen es Menschen in Deutschland einfacher als bisher machen, sich zu engagieren. Unser Angebot soll in erster Linie zu mehr Austausch und Transparenz im gemeinnützigen Sektor beitragen. Aus meiner eigenen Erfahrung weiß ich, dass oft mangelnde Informationen Menschen davon abhalten, sich für ihr Umfeld zu engagieren.“

Gegründet wurde Helpedia von fünf modernen Weltverbesserern, die sich in dem gemeinnützigen Start-Up zusammengeschlossen haben, um zu beweisen, dass soziales Engagement und unternehmerisches Denken keine Ausschlusskategorien sind. Als vom Finanzamt anerkannte, gemeinnützige GmbH verfolgt Helpedia selbst keinen gewinnorientierten Ansatz, plant aber langfristig von Spendengeldern unabhängig arbeiten zu können. Um das Angebot auch weiterhin kostenlos zur Verfügung stellen zu können, sind langfristig Kooperationen mit sozial engagierten Unternehmen geplant.

Helpedia.de

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Global brutal

Ronald » 27 Januar 2009 » In Business Global » No Comments

3sat Kulturzeit bietet eine ganze Rubrik mit vielen interessanten Berichten zum Thema “Globalisierung”:

Nicht nur die Chaostheorie beschwört den Flügelschlag eines Schmetterlings, der auf der anderen Seite des Globus eine Katastrophe auslösen kann.

Buch - Global brutal

Die Welt rückt in Wirtschaft und Wissenschaft, Politik Gesellschaft und Umwelt sichtbar zusammen. Kulturzeit berichtet über die Sonnen- und Schattenseiten der Globalisierung, über Gewinner und Verlierer.

Besuchen Sie “Global brutal?” auf 3sat.de/kulturzeit

Dort findet sich z.B. auch ein Beitrag von 2002 zu dem Buch “Global brutal” von Michel Chossudovsky, dass mich persönlich damals aufgerüttelt hat und letztlich zum Global Marshall Plan führte…

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Potenzial der Migranten heben

Ronald » 26 Januar 2009 » In Gesellschaft & Politik » No Comments

Heute veröffentlicht das Berlin-Institut eine Studie zur “Lage der Integration in Deutschland”.

Der Spiegel berichtet dazu:

30 Prozent der Türken und Türkischstämmigen haben keinen Schulabschluss, nur 14 Prozent haben das Abitur, nicht einmal halb so viele wie in der deutschen Bevölkerung, weniger auch als bei den anderen Zuwanderergruppen.

Genau hier setzt im Ruhrgebiet der Verein IBFS e.V. an, über den ich hier bereits berichtet habe.

Der Gründer des Vereins - Murat Vural - wurde in Deutschland geboren, musste dann aber als Jugendlicher für fünf Jahre in der Türkei leben. Zurück in Deutschland landete er in der Hauptschule und musste gegen viele Widerstände kämpfen um doch noch die Chance zum Abitur zu bekommen. Heute forscht der Diplom-Ingenieur als Doktorand an der Ruhr-Uni in Bochum im Bereich der Theoretischen Elektrotechnik.

In seinen Vorträgen macht er deutlich, dass nicht allein das deutsche Schulsystem eine Hürde darstellt - vielen Jugendlichen mit Migrationshintergrund fehlt jegliche Unterstützung in der Familie. Entweder weil den Eltern selber die notwendige Bildung und die Sprachkenntnisse fehlen um ihre Kinder zu unterstützen oder ihnen wird von Eltern, Geschwistern, Verwandten und Freunden - von ihrem ganzen Umfeld - gleich gesagt, dass sie keine Chance haben und es keinerlei Sinn hat sich überhaupt anzustrengen.

Eine ähnliche Situation wie sie auch in deutschen “Hartz 4″-Familien leider viel zu häufig vorkommt.

Murat Vural will das ändern und den Schülern zeigen, dass in Deutschland jeder Mensch die Möglichkeit hat seine Potenziale zu nutzen - vollkommen unabhängig von seinem familiären Hintergrund.

Sehe Sie einen Bericht der WDR Servicezeit (ca. 6 Minuten):

Murat Vural dehnt seine Initiative zur Zeit auf das ganze Ruhrgebiet aus und will das Konzept langfristig auf ganz Deutschland ausweiten.

Interkultureller Bildungs- und Förderverein für Schüler Und Studenten: www.ibfs-ev.org

Aktuell unterstützt der IBFS e.V. auch ein interessantes “schulformübergreifendes” Projekt:

Schülerinnen und Schüler des Ruhrtalgymnasiums und der Eintracht-Hauptschule (EHS) in Schwerte wollen gemeinsam im Ballon in “100 Minuten um die Welt” reisen: auf der Bühne und in Form eines Musicals mit dem globalen Thema Wasser.

Das Projekt ist eine erstmalige modellhafte Kooperation der zwei Schulformen, des Amtes für Jugendarbeit der Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW-Landesebene), des Jugendreferates im Kirchenkreis Iserlohn (Regionalebene) und des IBFS (Interkultureller Bildungs- und Förderverein für Schüler und Studenten eV), der mit Schülern und Eltern der Eintracht-Hauptschule in Workshops das Thema vertiefen wird.

Die Homepage zum Musical-Projekt: In 100 Minuten um die Welt

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Unser täglich Brot

Ronald » 25 Januar 2009 » In Gesellschaft & Politik » No Comments

Die Dokumentation “Unser täglich Brot” wurde 2008 mit dem Grimme Preis ausgezeichnet.

Sehen Sie den Kino-Trailer auf de.youtube.com (1:42 Minuten):

Ohne Kommentar sprechen in diesem Film die Bilder für sich allein:

Ein Rollwagen mit Plastikkisten wird durch einen Gang geschoben – in den Kisten lebende, frisch geschlüpfte Küken. Das Ziel ist eine Fabrikhalle, wo Frauen die Lieferung sortieren: die Schalen kommen in den Müll, die Küken in einen Trichter, der auf ein Fließband führt.

DVD - Unser täglich Brot

Von hier aus geht ihre Reise weiter… Männer in Schutzanzügen und Gasmasken fahren auf kleinen Wagen durch endlos wirkende Reihen von Paprika- und Tomatenpflanzen, besprühen sie mit Dünger und Pflanzenschutzmitteln in einem Gewächshaus – so gigantisch, dass es bei Nacht von innen beleuchtet beinahe an eine Raumstation erinnert… Eine Kuh wird in eine überdimensionale Röhre geführt und getötet, die Röhre dreht sich und kippt das tote Tier zur Seite aus. An Ketten wird die Kuh an den Hinterbeinen hoch gezogen, ein Schnitt und sie blutet aus. Hängend wird sie weiter transportiert, die Haut entfernt. Eine riesige Kettensäge zerteilt sie…

Sehen Sie den Film auf video.google.de (ca. 92 Minuten)

Besuchen Sie die Homepage: www.unsertaeglichbrot.at

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Monsanto - mit Gift und Genen

Ronald » 24 Januar 2009 » In Business Global » No Comments

DVD - Monsanto - Mit Gift und Genen

Der Chemie-Konzern Monsanto war im Vietnamkrieg einer der größten Produzenten und Lieferanten von Agent Orange, das als Entlaubungsmittel zu Millionen von Litern auch über Laos versprüht wurde.

Heute ist Monsanto vor allem im Bereich des gen-manipulierten Saatgutes tätig und vertreibt auch diese fragwürdigen Früchte in Laos.

Der deutsch-französische TV-Sender arte hat einen spannenden Dokumentarfilm über den Konzern und seine fortschreitende Ausbreitung produziert.

Marie-Monique Robin, Autorin und Regisseurin des Films, im Interview:

Warum ein Film über Monsanto?

Auf diese Frage, die man mir in den letzten drei Jahren immer wieder stellt, anworte ich immer das Gleiche: Ich reise seit über 20 Jahren durch die Welt, und überall habe ich von diesem amerikanischen Multi gehört und – offen gestanden – meist nichts Gutes. Deshalb wollte ich es genau wissen und habe erst einmal Monate lang im Internet gesurft. Dabei fand ich heraus, dass Monsanto eines der umstrittensten Unternehmen des Industriezeitalters ist, das die extrem hohe Toxizität seiner Produkte immer verschleiert hat.

Wie sieht es heute aus? Sagt Monsanto heute die Wahrheit über sein genmanipuliertes Saatgut? Kann man dem Konzern Glauben schenken, wenn er sagt, dass dank der Biotechnologien der Hunger auf der Welt und die Umweltverschmutzung ein Ende haben würden? Um eine Antwort auf diese uns alle angehenden Fragen zu finden, habe ich drei Kontinente bereist und die Behauptungen Monsantos mit der Realität vor Ort konfrontiert. Ich traf mit Dutzenden von Zeugen zusammen, die ich zuvor im Internet ausgemacht hatte. Heute bin ich der festen Überzeugung, dass man es diesem Unternehmen nicht gestatten darf, sich des Saatsguts und damit der Nahrung der Welt zu bemächtigen.

Sehen Sie das Interview auf der arte-Themenseite: arte.tv

Sehen Sie den Film auf video.google.de (ca. 110 Minuten)

Sehe Sie auch die Debatte zum Film auf video.google.de (ca. 33 Minuten)

Moderiert von Thomas Kausch mit José Bové (Gewerkschaftler), Christian Velot (Molekulargenetiker) und Dr. Renate Sommer (MdEP).

Marie-Monique Robin veröffentlicht Ihre Recherchen jetzt auch als Buch.

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Gedanken zum Ende - Woche 4

Ronald » 23 Januar 2009 » In Gedanken zum Ende » No Comments

Die
CD - Andre Heller


Unbequemen
sind den
Unbequemen
stets
bequem.

André Heller (Künstler)

www.andreheller.com

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Öko-Tourismus in Laos

Ronald » 22 Januar 2009 » In Laos » 1 Comment

Wenn man mal davon absieht, dass die Anreise kaum ökologisch sinnvoll gestaltet werden kann - gibt es auch in Laos immer mehr “ecotourism” Angebote.

Aufwachen im Baumhaus

Tourismus ist aber auch einer der wichtigsten “Rohstoffe” dieses armen Entwicklungslandes, auf dessen riesiger Fläche - entspricht der alten Bundesrepublik - gerade mal 6,5 Millionen Menschen leben.

Ein interessantes Reiseziel ist “The Gibbon Experience” inmitten des 123.000 Hektar großen “Bokeo Natur Reservates” gelegen und nur in einem bis zu 5 Stunden dauernden Fußmarsch erreichbar (bei starkem Regen).

Mit Gibbon sind natürlich Affen gemeint und “The Experience” bezieht sich auf deren bevorzugte Art der Fortbewegung…

Aber dazu schauen Sie sich am besten mal unten das YouTube-Video eines offensichtlich begeisterten Touristen an (ist leider nicht von mir!).

Alle Fakten - auch zu den Umweltschutzprojekten in der Region, die durch den Tourismus finanziert werden - gibt es auf der Homepage des Veranstalters: www.gibbonx.org

Mehr zum “Öko”-Tourismus in Laos finden Sie hier: ecotourismlaos.com

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Eine humane Weltwirtschaft

Ronald » 21 Januar 2009 » In Business Social » 1 Comment

Während des G8-Gipfels von Heiligendamm im Sommer 2007 besuchte ich in Berlin den ersten “Vision Summit”.

Buch - Eine humane Weltwirtschaft

Unter dem Motto “Eine humane Weltwirtschaft” wurden auf diesem Visionsgipfel insgesamt 10 Zukunftskonzepte vorgestellt, die zugleich konstruktiv-visionär sowie handlungsorientiert und damit praktisch umsetzbar sind.

Für mich war dies die sinnvolle Alternative zum “Dagegen”-Demonstrieren in Heiligendamm.

Konzepte wie die Global Marshall Plan Initiative, Microcredit-Banken oder das demokratische UN-Parlament sind detailliert ausgearbeitete Vorlagen, auf deren Grundlage die Welt nach “der Krise” neu geordnet werden könnte.

Damals - was in Anbetracht der knappen 18 Monate, die seither vergangen sind, doch ein merkwürdiges Wort ist - waren die großen Acht ja noch nicht recht bereit für Veränderungen.

Konkrete Lösungsvorschläge gibt es, jetzt muss gehandelt werden.

Informieren Sie sich über die 10 Zukunftskonzepte

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